Junge Menschen bei Klimademo Junge Menschen bei Klimademo

Klimagerechtigkeit

In diesem Workshop trainieren wir die Handlungskompetenzen der Jugendlichen –  für mehr Gerechtigkeit in der Klimafrage und eine lebenswerte Zukunft. 

Welt.Klima.Wandel Wie schaffen wir ein Klima der Gerechtigkeit?

Junge Menschen auf der ganzen Welt eint die Sorge um ihre Zukunft. Sie fragen sich, ob diese lebenswert sein wird, wenn die Natur- und Umweltzerstörung in diesem Maße fortschreitet. Insbesondere in den Ländern des Globalen Südens treibt der Klimawandel schon jetzt viele Menschen in die soziale Ausgrenzung durch Flucht, Armut oder Krankheit.  Ökologische und soziale Fragen sind damit zu zwei Seiten einer Medaille geworden. 

Aktiv werden für Klimagerechtigkeit

Um die negative Entwicklung zu stoppen, stellt sich auch die Frage, wieviel Verantwortung jede und jeder von uns tragen kann, muss und will, um zu mehr Klima-Gerechtigkeit beizutragen. Das Projekt "Welt.Klima.Wandel" unterstützt Jugendliche dabei, sich diesen Fragen zu stellen und ihre Handlungskompetenzen zu erweitern. Am Ende der Kooperation steht die Gestaltung einer "Casual Learning" Lernstation, die öffentlich ausgestellt wird.

Arbeits- und Projektgruppen gesucht! Welt.Klima.Wandel

Für das Projekt Welt.Klima.Wandel. suchen wir Arbeits- oder Projektgruppen, die an einer mehrwöchigen oder mehrtägigen Zusammenarbeit interessiert sind. 

Wirken Sie mit Ihrer Klasse daran mit, dass Klimaschutz mehr Power bekommt und lassen Sie die Schüler*innen mit Spaß ihre Handlungs- und Sozialkompetenzen erproben!

Flyer [PDF]

Fragen zum Projekt:

Schüler*innen in Bonn und Umgebung

Unsere direkte Zielgruppe sind Schüler*innen zwischen 13 und 20 Jahren im Großraum Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis, die sich in Arbeitsgemeinschaften (AGs) oder im Rahmen von Projektwochen zusammenfinden und Interesse an Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung haben. Unser Angebot richtet sich nicht nur an Gymnasiast*innen. Jugendliche an Real- Gesamt- und Berufsschulen mit schlechteren Bildungszugängen, verschiedenen Beeinträchtigungen und anderer Herkunft sind genauso Zielgruppe dieses Projekts. Die unterschiedlichen Voraussetzungen, Bedürfnisse und Altersstrukturen berücksichtigen wir in der Konzeption der Workshops.

Betroffenheit junger Menschen

Junge Menschen auf der ganzen Welt eint die Sorge um ihre Zukunft. Sie fragen sich, ob diese lebenswert sein wird, wenn die Natur- und Umweltzerstörung in diesem Maße fortschreitet. Insbesondere in den Ländern des Globalen Südens treibt der Klimawandel schon jetzt viele (junge) Menschen in die soziale Ausgrenzung durch Flucht, Armut oder Krankheit. Ökologische und soziale Fragen sind damit zu zwei Seiten einer Medaille geworden.

Handlungsräume schaffen

Wir bieten Schüler*innen zwischen 13 und 20 Jahren in Form von Arbeitsgruppen (AGs) und Projekttagen einen geschützten Raum an, um ihre persönlichen Werte und eigene Position zum Thema zu reflektieren. Von der individuellen Ebene führen wir sie anschließend auf die globale Ebene mit dem Ziel, ihre Verantwortung als Weltbürger*innen zu erkennen. Am Ende der mehrwöchigen bzw. mehrtägigen Zusammenarbeit erfahren sie durch einen Aktionstag mit der Installation einer Casual Learning Station ihre Selbstwirksamkeit als Akteur*innen des Wandels für Klimagerechtigkeit.

 

Casual Learning wird von finep als „Lernen im Vorbeigehen“ bezeichnet. Im Bildungsbereich wird diese Methode beispielsweise verwendet, um an (halb)öffentlichen Orten wie Arztpraxen oder Geschäften oder in Eingangshallen von Gebäuden eine Lernstation auszustellen, die auf ein bestimmtes Thema aufmerksam macht oder zum Nachdenken anregt. In der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit hat Casual Learning das Ziel, möglichst viele Menschen für globale Themen und Zusammenhänge zu sensibilisieren.

So nutzen wir Casual Learning im Projekt

Junge Menschen brauchen Handlungswissen und Handlungskompetenzen, damit sie zu Lösungen von gesellschaftlichen und ökologischen Problemen in der Welt beitragen können. Es fehlt aber an Testräumen (auch außerhalb der Schule), um ihre Handlungskompetenzen zu erproben. Im Projekt „Welt.Klima.Wandel“ nutzen wir dafür die Methode des Casual Learning. Das heißt, die Schüler*innen gestalten in AGs und Projekttagen mit unserer Unterstützung Objekte wie Lernbänke, Sitzhocker, Terminblöcke, Aufkleber o.ä. und versehen sie mit (kreativen) Botschaften zur Klimagerechtigkeit. Diese Objekte werden als Lernmedien in kooperierenden kleinen und mittelständischen Betrieben oder Praxen an einem Aktionstag öffentlichkeitswirksam ausgestellt und verbleiben dort mehrere Wochen.

Neben der direkten Zielgruppe der Schüler*innen erreichen wir somit auch die Kundschaft und die Mitarbeitenden der kooperierenden Mittelstandspartner. Gleichzeitig nehmen die Rezipient*innen der Casual Learning Stationen wahr, dass junge Menschen in der Debatte um Klima und Gerechtigkeit gehört werden wollen.

 

Mit „Welt.Klima.Wandel“ sensibilisieren wir 140 Schüler*innen im Alter von 13 bis 20 Jahren im Raum Bonn/ Rhein-Sieg-Kreis für Klimagerechtigkeit. Die Schüler*innen setzen sich mit Fragen zur Klimagerechtigkeit, ihren Werten und Zukunftsfragen auseinander, erhalten neue (Er)Kenntnisse und entwickeln eine reflektierte Haltung dazu.

Handlungskompetenzen trainieren

Über die gemeinsame Gestaltung einer Casual Learning Station erhalten die Jugendlichen die Gelegenheit, das Gelernte in eine Handlung zu überführen. Die SuS nehmen sich selbst als Akteur*innen wahr, die global denken und lokal handeln (Global Citizens). Sie stellen fest: Mein Engagement macht einen Unterschied! Wenn die Peergroup und die Öffentlichkeit ihnen ein positives Feedback zu ihrem Engagement geben, steigert es das Vertrauen in ihre Selbstwirksamkeit.

Unsere Erfahrung mit Casual Learning: Es macht Spaß und wirkt!

Mit diesem Handlungsansatz haben wir in der Vergangenheit mit zwei siebten Klassen bereits gute Erfahrungen gemacht. Während ihrer Projekttage bauten und designten Schüler*innen der Gesamtschule Siegburg zwei Lernbänke gegen Rassismus, die an der Bushaltestelle des Don Bosco Campus und in der Rhein-Sieg-Halle aufgestellt wurden, um Passant*innen für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft zu sensibilisieren. Die Schüler*innen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums bauten eine große Balkenwaage und kreierten Botschaften für mehr Solidarität, die ebenfalls an der Bushaltestelle auf dem Gelände des Don Bosco Campus steht und immer wieder Menschen zum Stehenbleiben und Lesen verleitet.

 

Wir schaffen Handlungsräume

In Form von Arbeitsgruppen (AGs) und Projekttagen bieten wir den Schüler*innen einen geschützten Raum an, um ihre persönlichen Werte und eigene Position zum Thema zu reflektieren. Von der individuellen Ebene führen wir sie anschließend auf die globale Ebene mit dem Ziel, ihre Verantwortung als Weltbürger*innen zu erkennen. Am Ende der mehrwöchigen bzw. mehrtägigen Zusammenarbeit erfahren sie durch einen Aktionstag mit der Installation einer Casual Learning Station ihre Selbstwirksamkeit als Akteur*innen des Wandels für Klimagerechtigkeit.

Umsetzung

Die pädagogische Arbeit beginnt im Februar 2021. Sobald die Gruppen feststehen, besuchen wir sie wöchentlich mit einem*r Bildungsreferent*in und einer FSJ-Kraft. Oder wir arbeiten mehrere Tage am Stück mit Projektgruppen - je nach Absprache.

Am Ende soll jede AG und jede Projektgruppe ein Casual Learning Projekt erarbeitet haben. Diese Projekte werden zum Ende der Gruppenarbeit in einer Praxis, einem Ladenlokal oder einem Unternehmen für ca. 2 Monate ausgestellt bzw. an das dort verkehrende Publikum herangetragen.

 

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass eine gute Abstimmung über Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit an der jeweiligen Schule mit der jeweiligen Gruppe wichtig ist. Das heißt, wenn wir die Rahmenbedingungen kennen und ein paar Informationen über die Schüler*innen, deren Kenntnisse und Kapazitäten von Ihnen erhalten, können wir mit unserer Arbeit loslegen.

Wir begrüßen es, wenn Sie zu den Hochphasen (z.B. bei den Aktionstagen) dabei sind und unterstützen. Es kommt natürlich auf die Gruppengröße und das Alter der Jugendlichen an. Mit kleineren und älteren Gruppen ist die Koordinierung weniger aufwändig als mit größeren und jüngeren Gruppen.

 

Wir zeigen Präsenz - auch unter Corona!

Solange die Schulleitung und unsere Geschäftsführung es zulassen, kommen wir persönlich zu den AG-Einheiten bzw. Projekttagen in die Schule. Selbstverständlich besprechen wir vorher mit Ihnen genau die Bedingungen zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln ab. Das ist natürlich auch in unserem eigenen Interesse. Erste Erfahrungen konnten wir bereits mit einer kooperierenden Schule in Dormagen sammeln. Die Zusammenarbeit unter Coronabedingungen hat hier sehr gut geklappt, so dass wir auch aktivere Einheiten einbauen konnten. Voraussetzung war, dass wir einen ausreichend großen und lüftbaren Raum hatten, alle eine Maske trugen und sich verantwortungsvoll an die Regeln hielten. 

Wir machen weiter - auch Online!

Das Projekt soll im Falle eines weiteren Lockdowns möglichst fortgesetzt werden. Bei der Konzeption der Workshopeinheiten haben wir eine mögliche Online-Variante gleich mitgedacht und uns mit entsprechender Software und Tools ausgestattet.

Eine Diskussion kann so auf einem Onlineboard (z.B. Miro) strukturiert oder eine Meinungsabfrage per Fragetool (z.B. bei Zoom) durchgeführt werden. Eine Wissensabfrage wird mit einem spielerischen Tool wie Kahoot durchgeführt und ähnliches.

 

Mittelständische Firmen und Einrichtungen

Im Projekt arbeiten wir mit mittelständischen Firmen aus der Umgebung zusammen. Folgende Betriebe haben Interesse an der Beherbergung einer Casual Learning Station signalisiert bzw. bereits zugesagt:

  • Physiotherapie-Praxis CKI mit 2 Standorten in St. Augustin und Eitorf 
  • Emiko Handelsgesellschaft in Meckenheim 
  • Firma Koll Steine in Bonn 
  • Tanzhaus Bonn-Beuel
  • Quartiersbüro des DRK im Bonner Mackeviertel 

In der Konzeptionsphase machen wir die Zusammenarbeit fest und akquirieren weitere Standorte. Sollte es unter der Schülerschaft konkrete Ideen für mögliche Partner gerade bei Ausbildungsbetrieben geben, werden wir diese berücksichtigen. 

Don Bosco Helenenberg

Mit dem Don Bosco Jugendhilfezentrum Helenenberg bei Trier haben wir einen Partner gewonnen, mit dem wir das Projekt mit einer Berufsvorbereitungsgruppe von benachteiligten Jugendlichen als Pilotgruppe umsetzen werden. Auf dem Don Bosco Gelände befinden sich mehrere Ausbildungsbetriebe wie z.B. eine Bäckerei und eine Gärtnerei mit Laufpublikum, die für eine Casual Learning Station gut geeignet sind.

Don Bosco Green Alliance

Don Bosco Green Alliance ist ein internationales Kollektiv junger Menschen aus Don Bosco Institutionen und Organisationen, die einen Beitrag zu globalen Umweltaktionen und zur Umweltpolitik leisten. Über dieses Netzwerk sind wir mit salesianischen Organisationen weltweit vernetzt, die sich für die Partizipation junger Menschen im Umwelt- und Klimaschutz engagieren und als Good-Practice Beispiele ins Projekt einfließen. 

Institutionelle Fördergeber

Das Projekt wird durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Die Förderung umfasst 75% der Gesamtkosten und stammt aus dem Programm "Förderung für Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit" (FEB). Die restlichen Mittel (25%) sind von Don Bosco Mission Bonn zu beschaffene Eigenmittel. Die Förderung läuft bis Ende September 2021. 

Wenn Sie unsere Bildungsarbeit fördern oder bespenden möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme

 

 

Das Projekt wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Noch Fragen?

Wir kommen an Gymnasien, Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Grundsätzlich gilt, dass wir an alle Schulen kommen, die max. 75 km von unserem Büro entfernt sind (d.h. im Raum Bonn, Rhein-Sieg, Rhein-Erft, Köln). Größere Entfernungen können wir ggf. einplanen, wenn Sie uns für mindestens zwei Projekttage buchen. Je nach Länge des Anfahrtsweges können wir erst zur zweiten oder dritten Schulstunde mit einem Workshop beginnen.

Wir haben die Workshops für die Klassenstufen 7 bis 10 für Gymnasien, Haupt-, Real- und Gesamtschule entwickelt. Die Fächer Religion, Ethik und Gesellschaftslehre eignen sich besonders gut, um an unsere Themen anzuknüpfen, sind aber keine Voraussetzung.

Als Lehrkraft sind Sie mit dafür verantwortlich, die Klassengemeinschaft zu stärken. Deshalb ist es wichtig, dass Sie an dem Workshop teilnehmen - entweder aktiv oder in einer beobachtenden Rolle. Die Schüler*innen sollen einen respektvollen Umgang anhand von interaktiven und erlebnisorientierten Methoden miteinander erfahren. Sie als Lehrkraft unterstützen Ihre Klasse dabei.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass eine gute Abstimmung über Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit an der Schule mit der jeweiligen Gruppe wichtig ist. Das heißt, wenn wir die Rahmenbedingungen kennen und ein paar Informationen über die Schüler*innen, deren Kenntnisse und Kapazitäten von Ihnen erhalten, können wir mit unserer Arbeit loslegen.

Grundsätzlich müssen Sie Ihre Klasse nicht vorbereiten. Allerdings gilt: Je kürzer wir da sind, desto hilfreicher ist es, wenn die Klasse schon eine Idee vom behandelten Thema hat. Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler durch einen spielerischen und emotionalen Ansatz zum Nachdenken anzuregen. Dadurch bieten sich nach unserem Besuch für Sie einige Anknüpfungsmöglichkeiten, mit denen Sie den begonnenen Prozess in der Klasse festigen können.

Über unser Buchungsformular können Sie den entsprechenden Workshop auswählen und uns eine Buchungsanfrage stellen.

Wir erheben für die Workshops (ausgenommen: Welt.Klima.Wandel) eine Pauschale von 50 Euro pro Workshoptag, die sich aus Materialkosten und der Anfahrtspauschale zusammensetzt.

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht Erzieher*innen als „Assistent*innen", die interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite stehen.

Nein! Wir stehen für universelle Werte, die das Zusammenleben von Menschen verbessern. Dazu zählen Nächstenliebe, Respekt, Solidarität und Gerechtigkeit. Wir arbeiten mit allen Menschen zusammen, ganz gleich welcher Religion sie angehören. Wir sind dabei nicht katechetisch. Unsere Basis ist allerdings christlich: die Pädagogik Don Boscos und unsere Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos mit deren Spiritualität, in der Freude und Ermutigung im Vordergrund stehen.