Erfahrungsbericht

Unsere BFDlerin Carolina hat im Herbst einen Schulworkshop zum Thema Zusammenleben und Zivilcourage mitgestaltet. Ihr Fazit: Das Thema ist unter den Jugendlichen brandaktuell - aber so eine Klasse kann ganz schön laut sein. 

"So eine Schulklasse kann ziemlich laut sein"

Im Herbst 2020 habe ich das erste Mal in meinen Bundesfreiwilligendienst einen unserer Schulworkshops mitgemacht. Mit meinen Anleiterinnen Claudia Steiner und Cynthia Cichocki haben wir mit einer achten Klassen des Nobertgymnasiums in Knechtsteden (Dormagen) zum Thema „Zusammenleben und Zivilcourage“ gearbeitet. Morgens haben wir uns alle früh im Büro getroffen, die von mir am Tag vorher gepackten Materialien überprüft und uns auf den Weg gemacht.

Vorbereitungen und erstes Kennenlernen

In der Schule angekommen erwartete uns die erste „schwere“ Aufgabe: Tische und Stühle umstellen, um einen Stuhlkreis für unseren Workshop zu bauen. Schnell mussten wir noch unsere Materialien aufbauen und dann standen schon die Schüler*innen vor der Tür und haben ungeduldig gewartet, bis sie reinkommen konnten. Der Workshop startete mit unserer Vorstellung und einem lustigen Spiel. So konnten wir uns aufwärmen und besser kennen lernen.

Das Thema: Zusammenleben und Zivilcourage

Weil es mein erster Workshop war, habe ich vor allem geschaut, wie alles abläuft. Claudia und Cynthia als Bildungreferentinnen haben die Leitung übernommen und ich war beeindruckt, wie gut sie die Inhalte und Methoden rübergebracht haben. Ich habe gemerkt, dass das Thema „Zusammenleben und Zivilcourage“ sehr gut bei den Jugendlichen angekommen ist. Trotzdem hatten wir immer mal wieder mit der Lautstärke und Unruhe in der Klasse zu kämpfen.

Vielfältige Methodik

Ich habe es als sehr schön empfunden, dass wir viele verschiedene Methoden mit den Schüler*innen durchgeführt haben. So war der Workshop sehr abwechslungsreich. Wir haben sogar auf dem Schulhof das Spiel „Hase im Kohl“ gespielt, mit dem die Klasse am liebsten gar nicht mehr aufhören wollte. 
Besonders gefallen hat mir das Forum-Theater, in dem auch ich eine Rolle hatte.

Das Forum-Theater

Wir haben eine Szene in einem Zug gespielt, in der eine Frau sich nicht auf einen freien Platz setzen durfte, weil sie eine dunkle Haut und dunkle Haare hatte. Nachdem wir das Theaterstück ein Mal gespielt hatten, konnten die Schüler*innen selber mitspielen. Es war für mich sehr interessant, die verschiedenen Meinungen und Ideen der Jugendlichen zu hören und zu sehen, wie sie sich in dieser Theaterszene verhalten haben. Nach dem Theaterstück ging unser Workshop zu Ende und wir mussten den Raum wieder so umstellen, wie er am Anfang aussah. Zum Glück haben uns diesmal die Jugendlichen geholfen. 

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht Erzieher*innen als „Assistent*innen", die interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite stehen.

Nein! Wir stehen für universelle Werte, die das Zusammenleben von Menschen verbessern. Dazu zählen Nächstenliebe, Respekt, Solidarität und Gerechtigkeit. Wir arbeiten mit allen Menschen zusammen, ganz gleich welcher Religion sie angehören. Wir sind dabei nicht katechetisch. Unsere Basis ist allerdings christlich: die Pädagogik Don Boscos und unsere Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos mit deren Spiritualität, in der Freude und Ermutigung im Vordergrund stehen.

Ja! Don Bosco Mission Bonn veröffentlicht seine Jahresberichte im Internet. Auf Wunsch können sie auch zugesandt werden. Der Jahresbericht informiert über die Struktur von Don Bosco Mission Bonn, die Mitarbeitenden, Mittelverwendung sowie Einnahmen und Ausgaben. Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, gibt der Spender-Service Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@donboscomission.de Auskunft.